Die TapetenAgentur zu Besuch auf der imm2014

imm 2014

Das neue Jahr startet mit einem Heimspiel für die TapetenAgentur. Wie in jedem Jahr lädt die Stadt Köln im Januar die Welt der Möbeldesigner und Einrichtungsbegeisterten zu sich ein.

Wir nutzen die unendlichen Möglichkeiten der Veranstaltungen, um uns zum Start in die neue Saison inspirieren zu lassen und ein Gefühl zu bekommen, wie sich unsere Wohnwelten verändern könnten und warum ausgerechnet ein Huhn die Passagen mit der großen Messe verbindet.

Besonders freuen wir uns darüber, dass nach dem Tapeteninstitut nun auch die ersten Tapetenmarken dem Aufruf der Messe folgen und Ihre neuesten Trends der Wandgestaltung präsentieren. Dies passt besonders zum erkennbaren und auch schon oft erwähnten Trend der Harmonisierung der Einrichtungsgegenstände. Soll bedeuten, dass sich die einzelnen Elemente nicht mehr in den Vordergrund stellen und durch ihre Einzigartigkeit auffallen, sondern gemeinsam mit allen anderen ein wohliges Zuhause schaffen. Der Teppich passt zur Wand und das Sofa mit Kissen und Beistelltisch fügt sich in das Gesamtbild ein um einen harmonischen Lebensraum zu bilden.imm2014

Schade ist nur, dass einige Tapetenhersteller den Trend zu natürlichen Materialien noch nicht erkannt haben und weiterhin auf das alt bewehrte Vinyl setzten. Umso schöner ist es, das die TapetenAgentur gerade mit kleinen Marken arbeitet die schneller reagieren können und mit nachhaltigen Materialen und Arbeitsprozessen ihre Tapeten umsetzen.Neben den Materialien wird auch die Art der Herstellung wieder wichtiger. Das Handwerk ist klar in den Entwürfen zu erkennen und eine solide, langlebige Verarbeitung ist wichtiger als ein möglichst neuer Trend. Die Firma VS präsentierte zum Beispiel eine komplette Möbelkollektion nach original Entwürfen des Designers und Architekten Richard J. Neutra (1892 – 1970). „Jedes Stück wird auf Bestellung von erfahrenen Handwerkern gefertigt, wobei nur erstklassige Materialien gemäß einer harmonisch aufeinander abgestimmten Spezifikationspalette verwendet werden.“ Passend dazu kommt in diesem Frühjahr die Tapetenkollektion „Le Corbusier“ (1887-1965) von Árte heraus.

Weniger mit Möbeln und Tapeten beschäftigt sich die Hochschule der Bildenden Künste Saar mit ihrem Experimental Media Lab. Im Mittelpunkt steht die Nutzung neuer Technologien im Bereich Produktdesign. Ein selbst entwickelter 3D-Keramikdrucker soll die bis jetzt verwendeten Kunststoffe durch Keramik ersetzen. Durch diese Adaption funktioniert ein zukünftiger Produktionsprozess auch mit traditionellen Materialien. Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit intuitiver Eingabemethoden für 3D-Software um den Designer mehr Freiheit bei der Gestaltung zu geben. Wir sind sehr gespannt was diese neue Technik bringt und sind beruhigt, das nicht alles aus Plastik sein wird.

Bleibt noch die Frage offen was ein Huhn mit der Messe und den Passagen zu tun hat. Auch nach langen Überlegungen konnten wir keine Antwort finden – wir haben uns nur sehr gefreut als wir das Huhn von der Körnerstrasse am nächsten Tag auf der Messe im „Haus 2014 von Louise Campbell“ wohlbehalten wiedergetroffen haben.

Vielen Dank IMM – Du hast Dich nach Jahren der Langeweile innovativ gezeigt und uns viel Spaß bereitet.